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Salzburg Heute Beitrag

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Tannin gegen Ammoniak-Emission:

Mit einem zukunftsweisenden Projekt sorgen Schüler der HBLA Ursprung/Elixhausen für Aufsehen. Sie schaffen es, Gülle nahezu ammoniakfrei zu bekommen.

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Bericht von DI Andreas Haselmann und Josef Kirchler, Boku Wien
Auch dieses Jahr findet wieder von Anfang Jänner bis Ende Februar ein Fütterungsversuch mit Milchkühen im Lehrbetrieb der Schule statt. In einem 2-monatigen Exakt-Versuch wird in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien untersucht, welche Auswirkungen der bei der Heuwerbung eingesetzte Mäh-Aufbereiter auf die Futteraufnahme, Nährstoffverdaulichkeit und die Leistung der Tiere hat. Dazu wurden am Beginn des Versuches 19 Milchkühe in zwei homogene Gruppen eingeteilt. Die Gruppen erhalten über einen Zeitraum von einem Monat Heu (ca. 85% der Rationstrockenmasse), welches bei der Heuwerbung entweder ohne Einsatz eines Mäh-Aufbereiters (= Kontrollgruppe) oder unter Einsatz eines Mäh-Aufbereiters (Versuchsgruppe) geschnitten wurde.

In der Praxis kommen Mäh-Aufbereiter insbesondere auf Heumilch-Betrieben zur Anwendung. Die zusätzliche mechanische Bearbeitung durch den Aufbereiter nach der Mahd beschleunigt das Anwelken des Schnittgutes und verringert dadurch den Nährstoffabbau in der Pflanze. Andererseits ist auch bekannt, dass sich durch den Mäh- Aufbereiter die Ernteverluste am Feld erhöhen können. Unklar ist, ob durch den Aufbereiter die Schmackhaftigkeit und die Strukturwirksamkeit des Heus beeinflusst werden. Das Forscherteam der BOKU möchte daher auch das Selektionsverhalten der Kühe bei der Futteraufnahme sowie deren Kauaktivität mittels spezieller Nasenband-Sensoren erheben.
Fütterungsversuch
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