Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft
Ursprung

Spanienwoche 4. Jahrgang

Wir, die spanischen Native Speaker der 4UT und 4LW, hatten die Möglichkeit vom 18.02 bis zum 22.02 in einer Spanischsprachschule unsere Fähigkeiten zu perfektionieren. Am ersten Tag in der Schule wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Obwohl die offizielle Begründung dafür die Größe der Räumlichkeiten war, wissen wir doch alle, dass bei der Aufteilung auch die Intelligenz eine nicht minder geringe Rolle gespielt hat. Da wir die spanischen Unterrichtszeiten (Schulbeginn um 9:00 Uhr) als pädagogisch wertvoll erachten, wurde einstimmig beschlossen, dass wir auch in der Heimat erst um 9:00 Uhr zum Unterricht erscheinen. Jeden Vormittag von 9:00 bis 12:20 Uhr wurde uns die spanische Kultur näher gebracht, bis wir sie schlussendlich besser kannten als die Spanier selbst und mit Spaß und Spiel kam die Grammatik auch nicht zu kurz. (Hannah, Max & Magdalena)

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Zum 30-jährigen Maturatreffen haben sich im Oktober trotz teilweise noch kurzfristig notwendig gewordener Absagen wegen beruflicher Verhinderung oder Krankheit etwas mehr als die Hälfte der Mitschüler unseres Abschlussjahrganges im Raum Salzburg getroffen. Die erste Station war die „boulderbar Salzburg“, die unser Kollege Stefan Kieninger als Mit-Geschäftsführer betreibt. Die boulderbar ist für alle, die in und um Salzburg wohnen oder öfter einmal in Salzburg sind, ein guter Tipp, entweder um sportlich aktiv zu sein oder auch um einen guten Kaffee, einen Drink oder eine Kleinigkeit in angenehmer und anregender Atmosphäre zu genießen.

Die zweite Station war am Nachmittag eine Schulführung mit Direktor Sepp Wimmer, der unseren Jahrgang als junger Lehrer in Maschinenkunde-Übungen und in Turnen unterrichtet hat. Vielen Dank an dieser Stelle an Sepp Wimmer, dass du dir einige Stunden für uns Zeit genommen hast! Danke für die Führung durch Schule, Internat und Betrieb, für die Zusammenfassung der Geschichte von Ursprung in den letzten 30 Jahren und den Ausblick in die Zukunft. Erwähnt sei hier auch, dass sowohl die Schule als auch der landwirtschaftliche Betrieb und das ganze Gelände einen wesentlich gepflegteren Eindruck gemacht haben als bei unserem Besuch vor 10 Jahren.

Direktor Sepp Wimmer hat uns im Rahmen der Führung auch um einen Einblick in unsere beruflichen Wege gebeten.
Knapp die Hälfte unserer Klasse arbeitet in der Landwirtschaft oder in landwirtschaftsnahen Berufen, etwa bei Landwirtschaftskammer, Bio Austria, bei einem Entsorgungsbetrieb (TKV), in der Veterinärmedizin/Forschung, oder im Lebensmitteleinkauf für ein großes Krankenhaus. Unsere Landwirte sind sehr unterschiedliche Wege im Voll- und Nebenerwerb gegangen, so haben wir in unseren Reihen einen Grassamenvermehrer, der in Öberösterreich Kürbiskerne anbaut, und den ersten Innviertler Weinbauer. Zwei unserer Landwirte sind auch Bürgermeister ihrer Gemeinde.

Die zweite Hälfte ist recht bunt gemischt: Wir haben Beamte, Angestellte in Beratung, Vertrieb und Management, und wir haben Lehrer und Unternehmer. Der Anteil der Selbständigen bzw. Unternehmer unter unseren Klassenkollegen, die einen landwirtschaftlichen Betrieb oder ein anderes Unternehmen führen, liegt immerhin bei knapp über 40 %.

Als einer der letzten ausschließlich männlichen Jahrgänge war für uns natürlich auch das Thema „Mädchen an der Schule“ interessant. Das Thema wurde teilweise gegensätzlich diskutiert. Zusammenfassend würde ich sagen: Wir sind in einer reinen „Buama-Schule“ erwachsen geworden, und das ist gut so. Heute ist es allerdings nicht nur zeitgemäß, sondern für die Entwicklung sicher wesentlich dienlicher, gerade in den Teenagerjahren an einer gemischten Schule aus Mädchen und Buben aufzuwachsen.

Den Abend haben wir bei wunderbarem Essen und Augustiner Bier vom Fass in der Alten Hammerschmiede in Anthering genossen. Eine große Freude ist uns, dass unser Klassenvorstand Josef Oberwalder und unser Maschinenkundelehrer Gotthard Wirleitner unserer Einladung gefolgt sind – mit beiden gab es noch einmal viel zu reden über die alten und die neuen Zeiten, sowohl fachlich als auch menschlich und persönlich.

Heimgefahren sind wir mit dem Gefühl, dass Ursprung immer eine gute Schule war und eine noch bessere Schule geworden ist – mit einem viel umfassenderen Angebot als zu unserer Schulzeit, sowohl im Fachbereich Landwirtschaft als auch mit dem Aufbaulehrgang und mit dem neuen Fachbereich Umwelt- und Ressourcenmanagement. Bei vielen Kollegen unseres Jahrganges steht aktuell oder bald die Wahl der geeigneten Schule für ihre Kinder an.
Und lieber Sepp Wimmer, durch deine Führung und durch die offenen und herzlichen Gespräche mit uns hast du diesbezügliche Überlegungen bestärkt und den besten Anstoß gegeben, dass Kinder von Absolventen unseres Jahrganges Schüler in Ursprung sein werden!
Wir sind außerdem heimgefahren mit gestärkten Freundschaften und mit dem Entschluss, dass wir nicht wieder fünf Jahre auf das nächste Maturatreffen warten, sondern uns besser vernetzen und mehr gemeinsam unternehmen wollen.

Bericht von Stefan Voithofer
Maturatreffen Jahrgang 1988

Personen auf dem Foto:
- vorne v. l.: Siegfried Kampl, Erich Bangerl, Josef Mayrhauser, Anton Thurner, Günter Hamminger, Franz Waldenberger, Arno Gaggl, Michael Mayringer
- hinten v. l.: Matthias Quehenberger, Stefan Voithofer, Thomas Mackner, Max Filzer, Georg Hemetsberger, Dir. Josef Wimmer
Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft, Ursprung
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