Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft
Ursprung

 Neu in Ursprung

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Direktor Wimmer hat in den Ferien erfolgreich „im LehrerInnentransfermarkt eingekauft“, wie man im Fußball sagen würde. Claudia Knieger tritt die Nachfolge von Prof. Klinghofer an, unterrichtet BWRW, organisiert die Sommerpraxis der Schüler und den Kopierbetrieb. Sie kommt aus Franking, OÖ, und interessiert sich sehr für den elterlichen Betrieb (Milchwirtschaft, Bio), den sie möglicherweise auch übernehmen wird. Die Ursprung-Absolventin (Jg. 2015) hat Agrarwissenschaften auf der Boku studiert und auch schon Unterrichtserfahrung an der Fachschule Otterbach gesammelt. Wir freuen uns über unsere neue Kollegin!

 

 

 

 

 

Bericht von Paul Ertl, Boku Wien
Auch im heurigen Winterhalbjahr findet in Kooperation mit der BOKU Wien im Rinderstall der HBLA Ursprung ein Fütterungsversuch mit Milchkühen statt. Im Rahmen dieses Versuches geht es darum, den Anteil an Futtermitteln, die potenziell für die menschliche Ernährung geeignet wären (z.B. Getreide), in der Ration zu senken, um so die Nahrungskonkurrenz zwischen Menschen und Milchkühen zu reduzieren. Die Herde wird dabei in zwei Gruppen mit jeweils 10 Tieren unterteilt: Eine Kontrollgruppe, welche neben Grassilage und Heu eine Standardkraftfuttermischung (Getreide und Hülsenfrüchte) erhält, und eine Versuchsgruppe, in der die Tiere zusätzlich zum Grundfutter nur eine Mischung aus Weizenkleie und Rübenschnitte (zwei Futtermittel die nicht für die menschliche Ernährung geeignet sind) erhalten. Untersucht wird dabei in wie weit sich die beiden Gruppen hinsichtlich Milchleistung, Milchinhaltsstoffe, Lebendgewichtsveränderung, sowie Futteraufnahme unterscheiden.

Da Weizenkleie und Rübenschnitte einen deutlich höheren Rohfaseranteil als herkömmliche Kraftfuttermischungen aufweisen wird zudem untersucht, in wie weit Auswirkungen auf das Fress- und Wiederkauverhalten der Tiere auftreten. Dies erfolgt mit Hilfe von speziellen Halftern, die mittels Drucksensoren sowohl Fress- als auch Wiederkauzeiten und –Schläge der Tiere erfassen. Weiters wird für beide Gruppen die sogenannte Lebensmittel-Konversionseffizienz, also das Verhältnis zwischen Output an Lebensmitteln in Form von tierischen Produkten (Milch) und Input an potenziell für den Menschen essbaren Lebensmitteln in Form von Futter (Getreide, Hülsenfrüchte), berechnet, um feststellen zu können, in wie weit Tiere der Versuchsgruppe einen höheren Beitrag zur Netto-Lebensmittelproduktion liefern. Gerade in Zeiten knapper werdender Ressourcen ist ein möglichst großer Beitrag der Nutztiere zur Lebensmittelerzeugung von Bedeutung und eine Konkurrenzsituation zwischen menschlicher und tierischer Ernährung zu verhindern. Bei näherem Interesse am Versuch, bzw. auch um einen Termin für einen persönlichen Besuch im Stall zu vereinbaren, sind Sie herzlich eingeladen sich mit Herrn Paul Ertl ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0664 3835613) in Verbindung zu setzen.
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