Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft
Ursprung

 Neu in Ursprung

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Direktor Wimmer hat in den Ferien erfolgreich „im LehrerInnentransfermarkt eingekauft“, wie man im Fußball sagen würde. Claudia Knieger tritt die Nachfolge von Prof. Klinghofer an, unterrichtet BWRW, organisiert die Sommerpraxis der Schüler und den Kopierbetrieb. Sie kommt aus Franking, OÖ, und interessiert sich sehr für den elterlichen Betrieb (Milchwirtschaft, Bio), den sie möglicherweise auch übernehmen wird. Die Ursprung-Absolventin (Jg. 2015) hat Agrarwissenschaften auf der Boku studiert und auch schon Unterrichtserfahrung an der Fachschule Otterbach gesammelt. Wir freuen uns über unsere neue Kollegin!

 

 

 

 

 

An einer Landwirtschaftsschule hat der Erntedank eine besondere Bedeutung. Dechant Dr. Michael Max aus Neumarkt feierte mit der HBLA Ursprung den Gottesdienst im Festsaal der Schule. Anschließend gab es für die Bediensteten ein köstliches Buffet im Speisesaal. Bei der Gelegenheit wurden zwei langjährige, verdienstvolle MitarbeiterInnen verabschiedet. Frau Liserl Radauer und Herr Prof. Hans Wiesinger wurden von Direktor Josef Wimmer für ihre Verdienste dementsprechend gewürdigt.

Wenn Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen nach einem langen und erfüllten Berufsleben in Pension gehen, dann kann man (mit etwas Phantasie) von einer Lebensernte sprechen. Deshalb ist es in Ursprung auch Tradition, dass Pensionierungsfeiern mit dem Erntedankfest verbunden werden.

Heuer war es Elisabeth Radauer, die nach über 17 Jahren die wohlverdiente Pension antreten darf.

`s Lieserls, wie sie von allen genannt wurde, hatte ihre berufliche „Großfamilie“ im Internat II, wo sie nicht nur für Ordnung und Sauberkeit gesorgt , sondern auch bisweilen den Erzieher/innen bei ihrer Arbeit geholfen hat. Der Bogen spannte sich von wirksamen Weckmethoden für Langschläfer bis zur Ersatzmama, wenn Schüler sich aussprechen oder bisweilen auch Frust abladen wollten. Mit Elisabeth Radauer verlieren wir eine immer fröhliche und fleißige Mitarbeiterin, die die Arbeit immer gleich gesehen und nie gescheut hat. Für die Pension wünschen wir ihr viele gesunde Jahre.

Mit Prof. Ing. Mag. Hans Wiesinger geht einer der längst dienenden Kollegen in den Ruhestand. Wenn man seine Schulzeit – er hat 1973 maturiert – dazurechnet, dann schaffte er die meisten Jahre, die bisher je jemand in Ursprung verbrachte. 1979 kam er als junger Chemiker an seine ehemalige Schule zurück und unterrichtete Physik, Chemie, Chemisches Laboratorium und wie es damals üblich war, wurde er auch zum Internatsdienst eingeteilt. Ältere Absolventen erzählen nicht selten vom Duo Kroker – Wiesinger, das beim Laborunterricht unterm Dunstabzug eine Zigarette nach der anderen rauchte, während bei ihnen nur die Bunsenbrenner rauchten. Prof. Wiesinger wohnte zunächst im Lehrerwohnhaus, das er 1995 in Richtung Seeham verlassen hat, wo er Grund gekauft und Haus gebaut hat.

Mitte der 90er Jahre begann dann seine Pionierarbeit, denn er war der erste, der eine verbesserte Umweltausbildung in Ursprung für geeignet und notwendig erachtete. Ergebnis dieser Bemühungen war der „Speziallehrgang“. Eine einjährige postsekundäre Ausbildung, nicht nur für Absolventen landwirtschaftlicher Schulen, sondern für alle Maturanten; unterrichtet wurde im damals gerade fertiggestellten Lehrsaal der Lehrwerkstätte. Das war aber nur eine Zwischenstufe zur heute nicht mehr wegzudenkenden Schwerpunktausbildung „Umwelttechnik“. Was das für ihn damals Arbeit bedeutete, kann man nur erahnen: Lehrplanarbeit, Labor planen und einrichten… Sein damaliger Weitblick hat sich für die Schule allemal positiv ausgewirkt. Diese Leistungen wurden 2003 mit der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich gewürdigt.

Prof. Wiesinger war immer ein leidenschaftlicher Kämpfer für eine gute naturwissenschaftliche Ausbildung, nicht nur in der Schule, sondern auch außerhalb. Viele Jahre hindurch leitete er die „Sommerschule der Chemie“, ein immer ausgebuchtes einwöchiges Seminar für Chemielehrer aus ganz Österreich. Und seit Jahren ist er auch (und noch immer) in der Lehrer/innenausbildung an den Pädagogischen Hochschulen Salzburg und Ober St. Veit tätig.

Als Geschenk und Erinnerung erhielt er von seinen KollegInnen eine alte, aus den Anfängen der Schule stammende Laborwaage, mit der er bereits 1968 als Schüler arbeitete und mit der vermutlich auch seine Chemiekarriere begann. (Fotos zum Vergrößern anklicken!)
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