Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft
Ursprung

Fernsehbeitrag rts

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"Schützen durch Nützen!" heißt der Leitspruch bei einem Projekt, das in Wildshut durchgeführt wird. Mehr dazu in diesem Fernsehbeitrag>

 

 

 

 

 

 

 




 



 

 


Beste Heuqualität erzeugen – Die HLFS Ursprung startet mit Belüftungsheu in die neue Ernteperiode

Elisabeth Wöss 4LW, DI Stefan Graggaber

Heu gewinnt durch die Erzeugung von Heumilch immer mehr an Bedeutung. Durch die Vermeidung von größeren Bröckelverlusten am Feld und einer Verhinderung des biologischen Verderbs durch zahlreiche Schimmelpilze im Lager sind beste Grundvoraussetzungen für gute Raufutterqualität und Grundfutterleistung gegeben.

Es ergeben sich auch noch weitere Vorteile bei der Nutzung einer Heubelüftungsanlage:
• Arbeitszeiteinsparung
• Witterungsunabhängige Heuernte
• Weniger Futterverschmutzung
• Bessere Nährstoffgehalte, folglich vermehrte Futteraufnahme
• Staubfreiheit und gut konserviertes Blattwerk
• Geringere Gefahr der Selbstentzündung
• Weniger Kraftfutterkosten
• Rohfaserreiches Heu unterstützt Verdauung


Heubelüftung sichert Qualität

Heu ist lagerstabil, wenn der Wassergehalt im Futter unter 14 % liegt. Aus qualitativer Sicht sind insbesondere die ersten drei Tage nach der Einfuhr kritisch weil die Temperaturen rasch ansteigen können. Probleme sind am Temperaturanstieg erkennbar, weil das Heu stark ausbleicht und brandig riecht. Übersteigt die Temperatur im Heustock 35 °C, so ist bereits mit starken Verlusten zu rechnen! Ist dies bereits geschehen, sinkt die Futterqualität stark ab. Betriebe ohne Heubelüftung können das feuchte Erntegut bei der Einlagerung mit Koch- oder Viehsalz bestreuen, um das Wasser aus dem Futter zu binden und das Erhitzungsproblem etwas zu entschärfen. Anhand einer effizienten Heubelüftung ist es möglich die verlustreiche Erhitzung des Heustockes auf ein Minimum zu reduzieren und wertvolle Inhaltsstoffe zu erhalten.


Neu Anlage am Lehrbetrieb der HLFS

Am Lehrbetrieb der HLFS Ursprung wird nun eine neue Heubelüftungsanlage in Betrieb genommen. Das Hofpersonal, allen voran unser Verwalter Franz Grießner, war das letzte Jahr über mit den Planungs- und Bauarbeiten beschäftigt. Die geplante Anlage wurde im Landtechnikunterricht durchgerechnet und dimensioniert und anschließend entsprechend modifiziert. Die Errichtung dauerte von Weihnachten bis Mitte April. Soweit es möglich war, wurden die Arbeiten in den Unterricht eingebunden. In vielen Stunden des Projektmanagement –und Praxisunterrichtes wurde gebaut. Es waren sehr viele interessante und lehrreiche Stunden für die SchülerInnen, da sie die Möglichkeit hatten, die schrittweise Entwicklung dieses Projektes mitzuerleben und es selbst mit zu gestalten.

Die Ursprunger Heutrocknung ist eine Anlage der Firma Heutrocknung SR. Es sind zwei Trocknungsboxen vorhanden. Eine Box hat eine Grundfläche von 100 m2, die zweite hat 120m². Bei voller Auslastung wurde mit einer Schütthöhe von 3,5m gerechnet. Die Belüftungsluft wird entfeuchtet und die Anlage wird vorerst mit Umluft betrieben. Eventuell ist eine Erweiterung mit einer Dachabsaugung vorgesehen.

Bis jetzt wurde der Großteil der Ursprunger Flächen siliert und nur ein geringer Anteil als Bodenheu eingefahren.

Mit der neuen Heubelüftung sollte der Heuanteil vorerst auf ca. 50% angehoben werden. Aktuell wird der Lehrbetrieb noch nicht ganz auf die Silagebereitung verzichten. Bei einem guten Erfolg der Futterkonservierung und Futterqualität steht einem Ausbau der Heuproduktion aber sicher nichts im Weg.

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