Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft
Ursprung

Fernsehbeitrag rts

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"Schützen durch Nützen!" heißt der Leitspruch bei einem Projekt, das in Wildshut durchgeführt wird. Mehr dazu in diesem Fernsehbeitrag>

 

 

 

 

 

 

 




 



 

 


RMEE – Der Weg in eine bessere Zukunft?



Von Lindener Magdalena & Johanna Lettner


Alle Jahre wieder gibt es an der HBLA Ursprung für die 4. Jahrgänge das Freifach RMEE – Ressourcen Management und Erneuerbare Energien. Dort lernen die Schüler den verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen und viele Möglichkeiten, Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen. So auch dieses Jahr, wo die Schüler, wie im erfolgreichen Jahr zuvor, mit den engagierten Studenten der FH Salzburg, Campus Kuchl (Studiengangsleitung Alexander Petutschnigg), zusammenarbeiten durften.
Bei diesem Projekt wurde versucht, biologisch abbaubare und umweltfreundliche Dämmstoffe zu entwickeln, die von heimischen Landwirten produziert werden können. Hierbei wurden die Arbeiten des Vorjahres weitergeführt. Während im letzten Jahr ausgetüftelt wurde, wie die Dämmplatten überhaupt hergestellt werden können, lag der Fokus dieses Jahr darauf, umweltfreundlichere Inhaltsstoffe zu verwenden.
Der Hauptbestandteil der Platten ist die Virginia-Malve. Sie ist eigentlich in Amerika heimisch, kann aber auch bei unseren Klimaverhältnissen problemlos angebaut werden. Ab dem dritten Jahr muss der Landwirt kaum noch Arbeit in die Pflanze investieren. Die Pflanze besteht sowohl aus Rohfasern als auch aus Innenmark, das hervorragende Dämmeigenschaften besitzt, dadurch eignet sie sich perfekt als Rohstoff für dieses Projekt.
Diese wird gehäckselt und durch verschiedene Siebe fraktioniert – die Fasern werden herausgetrennt. Der Rest wird mit Wasser und Stärke gut vermischt und in eine vorgefertigte Pressform gegeben. Auf den Presskuchen kommt eine Metallplatte und alles wird in die Presse gegeben. Temperatur, Druck und Dicke lässt sich per Computer regeln.

Mit den fertigen Platten werden verschiedene Tests durchgeführt. Von Zug- und Bruchfestigkeit bis hin zum Flammtest, dass alles geschieht in den modern ausgestatteten Laboren der Fachhochschule Salzburg. Hochqualifizierte Professoren und Studenten stehen uns rund um die Uhr zur Seite.
Obwohl die gemessenen Werte vielversprechend sind, gibt es noch viele offene Fragen, die zu lösen sind. Dabei ist das Wissen von jedem einzelnen von uns gefragt.
Dieses Projekt ist so vielversprechend, dass wir es beim diesjährigen Ressourcenforum den interessierten Teilnehmern durch einen Vortrag und eine Führung durch die Labore vorstellen durften. Dies hat sogar die Aufmerksamkeit des ORFs erregt, wodurch wir einen kurzen Fernsehauftritt bekamen. Aber nicht nur das, denn auch wir durften uns Vorträge und Workshops des Ressourcenforums im Rahmen des Unterrichts anschauen. Dabei hatten wir die Ehre, den „Ressourcengott“ höchstpersönlich anhören zu dürfen - Michael Braungart.
Aber nicht der gesamte Unterricht spielte sich in Kuchl ab, so hatten wir zum Beispiel einen informativen Workshop über die Wärmebildkamera. Dort kam ein Experte, der uns in einem Vortrag die verschiedenen Features der high-tech Kamera näherbrachte. Anschließend zogen wir los und durchstreiften in kleinen Gruppen das Schulterritorium auf der Suche nach dem perfekten Motiv. Im Nachhinein wurden die Fotos mit einem vom Hersteller bereitgestelltes Programm bearbeitet und ausgewertet.
Auch wurde es uns ermöglicht, den Energieausweis unseres eigenen Hauses zu erstellen. Wochenlang wurden dafür Daten gesammelt, Fotos geschossen und Zimmer ausgemessen. Diese wurden an einem Tag mit einem Software-Spezialisten und zwei weiteren Fachleuten in das Programm eingegeben. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen, nicht nur besitzt jetzt jeder einen persönlichen Energieausweis in Originalqualität, wir konnten auch selbst ausprobieren, wie sich Renovierungen beim Haus auf die Energiebilanz auswirken.
All diese lehrreichen Tage haben wir in RMEE bereits erleben dürfen und das Schuljahr ist noch nicht einmal zu Ende. Dank dem einmaligen und nicht selbstverständlichen Engagement von Herrn Professor Steiner und vielen anderen hatten wir die Chance, einen Blick in eine nachhaltige Welt zu werfen, und viele Möglichkeiten, unser theoretisches und praktisches Wissen zu erweitern. Wir bedanken uns hiermit bei jedem und hoffen, dass diese faszinierende Weiterbildungsmöglichkeit auch in Zukunft weiterhin bestehen bleibt.



Salzburg Heute 24. Jänner 2019

ARTE RE: Dokumentation 03. Oktober 2018

RTS 29. Mai 2018

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